Moringa Pflanze

Moringa ist eine der nützlichsten und vielseitigsten Pflanzen, die es auf dieser Erde gibt.

Eine Spezies vom Fuße des Himalaya, die von sich reden gemacht hat und vielerorts als Wunderbaum bezeichnet wird. Diese schnell wachsende, sommergrüne Pflanze wird als Nutz- und Zierpflanze kultiviert, gedeiht auf fast jedem Boden und bildet gefiederte Blätter aus. Die goldfarbenen Blüten duften nach Honig.
Seine Blätter sind ein natürliches, außergewöhnlich vielseitiges Multi-Vitamin und –Mineralstoff und Vitalstoffkonzentrat, seine Samen befreien Wasser von Bakterien und Viren und liefern eines der edelsten und stabilsten Öle. Die Früchte sind Bestandteil von Gewürzmischungen wie z.B.Curry und werden als Gemüse oder roh gegessen.

„Moringa olifeira“ heißt der Baum, der wegen seiner vielfältigen Wirksamkeit auch „Wunderbaum“ oder „Baum des langen Lebens“ genannt wird. Je nach Region ist er auch als Meerrettichbaum, Trommelstockbaum oder Behenbaum bekannt. Ursprünglich stammt er aus dem indischen Bereich der Himalaya-Region, jedoch wächst er heute weltweit in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde in Afrika, Arabien, Südostasiens und den karibischen und kanarischen Inseln. Vielleicht erweckt der Moringa nun auch Ihr Interesse und in naher Zukunft können Sie „Ihren Moringabaum“ im Garten, auf dem Balkon oder im Wohnzimmer beim Wachsen zusehen.
In Ostafrika gibt es bereits erste Projekte wo er als natürliches Mittel im Kampf gegen Unter- und Fehlernährung erfolgreich genutzt wird, denn in den Blättern des Moringa-Baumes sind sämtliche lebenswichtige Aminosäuren und Fettsäuren enthalten, sowie eine große Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen die einen höheren Anteil aufweisen als die bekannten Gemüse.
Sein Gehalt an Vitalstoffen ist so hoch, dass bereits geringe Mengen des getrockneten Blattpulvers eingenommen, den empfohlenen Tagesbedarf vieler notwendiger Vitalstoffe deckt. Er liefert die ideale Nahrung, die vielseitig in Küche und Speiseplan eingesetzt werden kann. Als Gewürz, für die Suppe, in den Salat und als Salat, Gemüse, Getränke, wobei der gesamte Baum vielerlei Einsatzmöglichkeiten aufweist.

Beispielsweise werden
• die Blätter und Früchte als Nahrungsmittel (frisch oder getrocknet) verwendet
• die Blüten als Gewürz, für die Bienenzucht und als Medizin
• die Samen als Nahrungsmittel, Öl, zur Wasserreinigung und Anpflanzungen
• die Rinde als Medizin, zur Seil- und Papierherstellung
• die Wurzeln als Nahrungsmittel und Medizin
• die Pflanze als Ganzes für Tierfutter, Biomasse für alternative Energie
• die „Abfallprodukte“ zur Bodenverbesserung, Biodünger und Tierfutter.

Da der Baum gerade in jenen Ländern der Erde gut wächst, in denen oft auch der Hunger groß ist, kann seine gezielte Nutzung Mangelzustände lindern helfen. So berichten Mitarbeiter von afrikanischen Hilfsprojekten, dass Kinder durch nur drei Esslöffel Moringapulver pro Woche deutlich gekräftigt wurden. Ein Professor eines Tropenzentrums betont, „der Moringabaum ist außerordentlich hilfreich gegen ernährungsbedingte Krankheiten – sowohl bei Unterernährung und gerade auch bei westlicher Fehl- und Mangelernährung.

Die Kombination und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe des Moringa-Baumes sind sehr konzentriert, ausgewogen und einzigartig unter allen bekannten Pflanzen. Er enthält einen äußerst hohen Gehalt an Mineralien wie z.B. Pothassium, Magnesium, Kalzium und Phosphor, ausreichende Mengen an Eisen, Zink und Kupfer, Chrom um einige aufzuzählen und obendrein noch 18 essentielle Aminosäuren, die wichtigsten Bausteine zum Aufbau von Proteinen im Körper und Immunsystem. Fast alle Vitamine wie Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B7, C, D, E, K und Vitalstoffe, über 46 Antioxidantien und auch den vor kurzem neu entdeckten Botenstoff Zeatin.

Zeatin öffnet die Türen für Vitalstoffe, lässt sie herein und begleitet sie bis an den Platz, wo sie von den Zellen benötigt werden. Zeatin sorgt quasi dafür, dass sämtliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren durch den Körper aufgenommen werden. Zeatin, ein wichtiger Regulationsfaktor der Zellen und eine starke Antioxidantie und daher zellschützend und zellregenerierend. Zwar findet man Zeatin in vielen Pflanzen, jedoch meist nur in Mengen von unter einem Mikrogramm pro Gramm. Das Moringa-Blatt dagegen enthält mehr als das Hundert- bis Tausendfache je Gramm.

Ebenso außergewöhnlich ist der hohe Gehalt an Mangan, Chrom und an dem seltenen Bor. Mangan ist unter anderem für gesunde Gelenke und Knochen wichtig und Chrom kommt im Stoffwechsel und bei Stressbelastung eine zentrale Bedeutung zu. Bor wurde bisher nicht zur Gruppe der lebenswichtigen Spurenelemente gerechnet, doch in den letzten Jahren wird seine Bedeutung immer mehr erkannt: Bor ist grundlegend für den Aufbau von Serin, einer Aminosäure, die in nahezu allen Proteinen des menschlichen Organismus enthalten ist. Bor spielt für den Calcium-, Magnesium und Phosphorhaushalt eine dominante Rolle und wird medizinisch erfolgreich bei Osteoporose eingesetzt. Es reduziert stressbedingte Oxidation, hemmt die Zellteilungsrate von Zellen ohne Differenzierung (wie Krebszellen) und ist dasjenige Spurenelement, was normalerweise im Gehirn am meisten zu finden ist. Elementares Bor ist jedoch giftig, als Nahrungsergänzung eignen sich daher nur Pflanzen mit hohem Borgehalt – allen voran Moringa-Blätter, die mit 31 Milligramm je 100 Gramm den höchsten Gehalt besitzen. Größere Mengen an organischen Borverbindungen besitzen sonst nur Quitten (ca. 10mg je 100g), Mandeln (3,4mg) und Rote Beete (2,1mg je 100g).

Moringa ist wahrscheinlich das vollkommenste und vollendete LEBENSmittel (nicht Nahrungsprodukt!), das alle Nährstoffe enthält, die der Mensch vom Mutterleib, als heranwachsender Fötus, bis ins hohe Alter benötigt.

Er ist ein Phänomen unter den Nahrungspflanzen
Jeder kann aber die erstaunliche Kraft des Moringa-Baumes in Form von Blattpulver oder eines eigenen Moringabaums im Wohnzimmer nutzen. Das Pulver oder die Blätter können in Suppen, Speisen und ins Müsli gestreut, als Tee getrunken werden. Als Tee hat Moringa einen Geschmack, der ein wenig an Brennnesseln erinnert; beim Einnehmen des Pulvers wird die leichte Schärfe von den enthaltenen Senfölen deutlicher spürbar. Gerade dieser pikante Geschmack macht es als Würzzugabe in Speisen interessant.